Achillodynie

Wann spricht man von einer Achillodynie?

Bei einer Achillodynie ist die Achillessehne merklich auf degenerativer Basis verdickt und schmerzt beim Dehnen oder beim Anheben des Fußes. Sie ist klinisch leicht oberhalb des Fersenbeines zu ertasten oder sehr gut im Ultraschall oder einem MRI erkennbar. Eine Achillodynie tritt zumeist plötzlich auf, seltener als chronisches Ereignis aufgrund von Fehlbelastungen. Bestehen die Entzündungen lange und bleiben unbehandelt, kann es sogar zu einem Achillessehnenriss kommen.



Die Behandlung einer Achillodynie

Die Therapie richtet sich nach der Form der Symptome – akut oder chronisch. Bei einer akuten Achillodynie kommt ein leichter Spitzfußgips zum Einsatz, oft reicht eine Fersenerhöhung. Um die Entzündung zu hemmen, werden folgende Maßnahmen angewendet:

  • Vorsichtige Bewegungstherapie
  • Elektro- und Ultraschallbehandlung
  • Lokale Reibungsmassagen

Nach dem Abklingen der akuten Symptome kann eine gezielte Dehnungstherapie erfolgen – allerdings dauert es eine lange Zeit, bis wieder Sport betrieben werden kann. Ein typisches Symptom einer Achillodynie ist eine starke Einwärtsdrehung des Fußes beim gehen, welcher der Patient mit Einlagen entgegenwirken kann.

Operation einer Achillodynie – ja oder nein?

Sehr selten wird eine chirurgische Behandlung angewendet, bei der die verdickten Sehnenteile operativ entfernt werden. Ist der Defekt enorm, werden verschiedene Verfahren angewendet, wie der Einsatz von Ersatzplastiken.