Diabetisches Ulcus - Geschwür

Was ist ein diabetisches Ulcus?

Im späten Stadium ihrer Erkrankung Diabetes mellitus fühlen die Patienten aufgrund der sogenannten Neuropathie (die Reizweiterleitung in den Nerven ist aufgrund des Zuckerstoffwechsels gestört) keine normale Sensibilität in ihren Füßen. Der Patient spürt nicht, wenn sich Druck, Faltenbildung oder Reibung im Schuh bildet. Da der Patient nicht reagieren kann, wirken sich die Druckbelastungen auf die Haut in Form von Blasen oder Ulcusbildung (Geschwürbildung) aus. Die gefährlichen Geschwüre werden ergo nicht durch eine schlechte Blutversorgung oder Infektionen bedingt, sie entstehen durch Quetschungen der Haut zwischen dem Schuh und dem Fußknochen.


Ist ein diabetisches Ulcus sehr gefährlich?

Diese Frage kann absolut mit Ja beantwortet werden, da die Geschwüre große Ausmaße annehmen können. Sie müssen behandelt werden! Bei Nichtbehandlung kann es zur Bakterienbesiedelung kommen und letztendlich zur Amputation.

Wie behandelt der Facharzt ein diabetisches Ulcus?
Ulcerationen werden konservativ mit veränderten Druckverhältnissen an der Fußsohle behandelt. Spezielle Gipse oder Entlastungsschuhe kommen zum Einsatz. Diese Therapie kann viele Monate dauern. Sollten die konservativen Maßnahmen nicht greifen, sind operative Korrekturen unabwendbar.