Die schmerzhafte Hammerzehe

Was ist eine Hammerzehe?

Zu den häufigsten Fußfehlstellungen im Erwachsenenalter zählen Hammerzehen, insbesondere Frauen im höheren Alter sind betroffen. Die Zehen sind dabei schmerzhaft verkrümmt und finden im Schuh weniger Platz. Sie sehen aus wie Krallen und am Zehenrücken können sich Hühneraugen bilden.


Wie entstehen schmerzhafte Hammerzehen?

In den meisten Fällen entstehen Hammerzehen durch zu enge Schuhe, besonders durch zu enge, zu spitze oder zu kurze Damenschuhe. Auch eine Hallux Valgus Fehlstellung (siehe Hallux Valgus) kann für Hammerzehen verantwortlich ein. Eher selten kommt es zur Fehlstellung durch eine neurologische Erkrankung wie bei einem Schlaganfall. Weiters können Unfälle in der Vergangenheit zu Hammerzehen führen.

 

Warum sind Hammerzehen beim Gehen schmerzhaft, kann man etwas dagegen tun?
Bleibt eine Hammerzehe über einen längeren Zeitraum unbehandelt, ist eine Luxation im Zehengelenk möglich. Die Zehe reitet sozusagen auf dem Metatarsalköpfchen, ein verstärkter Druck auf das Köpfchen wird ausgeübt, Hornhautbildungen unter dem Metatarsalköpfchen entstehen – es kommt beim Abrollen zu Schmerzen.

Gegen die Hammerzehe helfen sowohl konservative wie operative Therapien. Bequeme Schuhe oder andere kleine orthopädietechnische Mittel wie auch Einlagen zählen zur konservativen Therapie. Durch eine Operation, unter lokaler Betäubung durchgeführt, wird die Zehe verkürzt und optimal ausgerichtet. Eine OP am Hammerzeh kann abhängig vom Alter des Patienten oder der Schwierigkeit der Operation auch ambulant durchgeführt werden. Nach der Operation ist der Fuß für einige Wochen etwas geschwollen, aber grundsätzlich sind Operationen an Hammerzehen schmerzlos und komplikationslos.