Hallux valgus

Definition Hallux Valgus - Behandlung

Im Lateinischen wird die Großzehe Hallux genannt – ein Hallux Valgus (im Volksmund Ballen oder Frostbeule genannt) ist die veränderte Stellung der großen Zehe zu den kleinen Zehen. Der Ballen entwickelt sich durch das Abdrehen der Großzehe über dem ersten Mittelfußknochen. Grundsätzlich stehen als Behandlungsmethoden der Fehlstellung eine Änderung der Form und Größe des Schuhs oder aber eine Operation zur Verfügung. Operiert wird dann, wenn dauernde Beschwerden die Folge des Hallux Valgus sind.



Operationsmethoden bei einem Hallux Valgus

  • Chevron Osteotomie – wird bei leichten bis mittleren Fehlstellungen angewendet, der erste Mittelfußknochen wird mittels Drahtstabilisierung oder Schrauben neu ausgerichtet. Ein Verbandsschuh wird für 4-6 Wochen getragen, der Fuß darf nach dem 1. postoperativen Tag bereits leicht belastet werden.
  • Scarf oder Ludloff Osteotomie – diese beiden Operationsformen werden bei schwerem Hallux Valgus durchgeführt und erlauben sehr individuelle Korrekturen. Durch die Komplexität der Behandlungen ist es vonnöten, dass ein spezieller Entlastungsschuh, manchmal auch ein Gips, über einen Zeitraum von rund 6 Wochen getragen werden muss.

Sind Komplikationen nach einem Hallux Valgus Eingriff möglich?
Ein unerwünschtes OP-Ergebnis ist das Wiederauftreten der Fehlstellung, eine Überkorrektur oder mögliche Infektion. Allerdings treten Komplikationen eher selten auf. In den meisten Fällen kann für die Patienten ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden.