Morton Neurom

Was versteht man unter einem Morton Neurom?

Unter einem Morton Neurom versteht man unklare Vorfußschmerzen. Eine sehr häufige Ursache dafür ist ein Nervenknötchen, welches zwischen der 3. und 4. Zehe sitzt, sehr schmerzhaft ist und bei einem leichten bis schweren Spreizfuß auftreten kann. Einlagen bringen nur wenig Schmerzlinderung.



Wie erkennt der Facharzt ein Morton Neurom?

Ein Morton Neuron ist schwer zu diagnostizieren und in den meisten Fällen nach einem eingehenden Anamnesegespräch zu orten. Röntgen oder Computertomografie bleiben bei der Untersuchung unergiebig, eventuell kann das Nervenknötchen mittels äußerst feiner Ultraschalluntersuchung oder Kernspintomografie gefunden werden. Eine Form der Diagnostik kann in manchen Fällen eine Betäubung sein: Ist der Schmerz verschwunden, ist die Anwesenheit des Knötchens erwiesen. Allerdings kann es sich differenzialdiagnostisch auch um eine Entzündung der Grundgelenke oder Ähnliches handeln.

Welche therapeutischen Maßnahmen gibt es bei einem Morton Neurom?
Einlagen oder Infiltrationen sind nur bedingt wirksam. Zumeist wird eine chirurgische Entfernung des Nervenknötchens von oben unter lokaler Betäubung vorgenommen. Dieser Eingriff kann entweder ambulant oder im Zuge eines 1-2 tägigen stationären Aufenthalts vorgenommen werden. Die zurückbleibende Gefühlsstörung zwischen der 3. und 4. Zehe stört die Patienten nicht, denn sie sind von ihren extremen Schmerzen befreit.

Zu Komplikationen kommt es nur sehr vereinzelt. Ein schmerzhafter Bluterguss ist eine unangenehme mögliche Komplikation, das Nachwachsen des entfernten Neurinoms ist sehr selten.